zurück

Besuch der Aqua-Fisch 2004
 


Es ist Samstagmorgen und sehr früh. Wie immer nach zu wenigen Stunden Schlaf klingelt der Wecker. Einmal kurz darauf geschlagen und einfach weiterschlafen. Denkste! Nach fünf Minuten wieder dieses grässliche Gebimmel. Na ja, der klügere gibt nach. Also aufstehen. Warum eigentlich? Es ist doch Samstag! Verschlafen, ein paar Mal über den Kater gestolpert und dann gewaschen. Erst einmal frische Frühstückssemmeln beim Bäcker holen, dann sieht die Welt schon viel besser aus. Ja aber hallo was ist denn jetzt los? Nach einigen Schritten geht ein Eisregen nieder, der mich a) ganz durchnässt und b) einige Male auf den Hosenboden sitzen lässt. Super Anfang des Tages? Dann Bäcker noch zu, also warten und anschließend wieder heimgeschlittert und gehofft, dass mich kein Bekannter so auf der Straße rumeiern sieht. Gefrühstückt, Kater versorgt, Katzentoilette gereinigt und dann im Galopp zur Straßenbahnhaltestelle gehetzt, war ja wieder einmal höchste Eisenbahn.
 


Wo war die Zeit denn nur geblieben? Um` s Kircheck gebogen und da sehe ich nur noch wie die Straßenbahn ohne mich abfährt! Was nun? Die Zeit drängt und der Zug fährt auch schon bald vom Bahnhof ab. Es hat doch auch Vorteile, wenn man in Pfersee wohnt und der Bahnhof noch gut zu Fuß zu erreichen ist. Zu Fuß? Ächz, schnauf, schnauf!!! Glatter Straßen und Kälte zum Trotz marschierte ich los. Na endlich, da war ja der Bahnhof und pünktlich um 7.00Uhr war ich auch am Treffpunkt in der Bahnhofshalle. Und da standen meine 12 Mitreisenden auch schon. Moment mal, 12!!! Das sind ja mit mir dann 13!!! Blitzartig ging mir mein ganzes Unheil der letzten 2 Stunden durch den Kopf. Soll ich denn nach solchen Vorzeichen überhaupt noch mitfahren, waren schon meine Überlegungen. Aber halt, was war denn das? Kam doch ein Dackel hinter dem Horst hervor. Gerettet! Jetzt waren wir „Gott sei Dank“ doch 14.
 

   

 


 Ihr fragt euch sicherlich auch, warum sind denn die schon so früh unterwegs bei diesem Sauwetter. Nun, es ist der 6. März und wir wollen doch die Aqua- Fisch in Friedrichshafen besuchen! Dackel sei dank, verlief die Fahrt ohne Probleme und das Wetter besserte sich auch. Nach einer Brotzeit, einem kurzen Nickerchen, einmal umsteigen und anregenden Gesprächen im Zug verging die Zeit recht schnell und schon waren wir in Friedrichshafen. Raus aus dem Zug, alle rein in den Bus und los ging’s. Moment mal wo fuhr der denn jetzt mit uns hin? Ach ja, die Ausstellung war ja in der neuen Messe und da war ich noch nicht gewesen! Darum fuhr er einen anderen Weg. Aussteigen und rein ins Getümmel. Denkste! Erst mal Eintrittskarten kaufen und dann gab es für Aquarianer noch nicht mal eine Vergünstigung?! Einfach eine riesengroße Sauerei! Nachlass gab’s nur für Rentner. Man sind wir auf einmal schnell gealtert. Nun aber husch rein ist ja auch bald Mittag.
 

   

 

 

   


Vorbei an der Messe für Angelfischer. Hier war ja allerhand los. Alle Gänge waren voll Menschenmassen und ein Stimmengewirr umschwirrte uns. Egal, vorbei, wir wollen ja zur Aquaristik. Hier war es aber auch nicht viel besser. Obwohl! Es war doch noch gut möglich zu den einzelnen Messestände hinzugehen, es waren auch noch Fragen möglich, selbstverständlich auch um einzukaufen. Ab und zu traf man auch Aquarianer von anderen Vereinen. Kurzer Plausch und weiter ging’s. Es gab doch allerhand zu sehen an neuem, altem, bekanntem und unbekanntem. Fische, Futter, Pflanzen, Pumpen, Wurzeln, Wasseraufbereitung, Filterwatte, Steine, Kies usw., usw. und natürlich Prospekte, Prospekte, Prospekte. Jetzt reichte es mir aber langsam. Es meldete sich der Bauch und so gingen wir zum Mittagessen ins Messe Restaurant. Vorbei an Anglern die im Freien ihre Ruten ausprobierten, inzwischen war auch die Sonne hinter den Wolken hervor gekrochen.
 

   

 


Frisch gestärkt traten wir den Endspurt an. Vorbei an Aquarien die geschwungen und gebogen waren, manche sahen aus wie griechische Tempelsäulen, eckige, runde. Plötzlich sahen wir Aquarien für Süß- und Meerwasser, Vivarien, Paludarien und ein Pflanzenbiotop alle in Bullaugenform. Lauter Bullaugen, die an der Wand hingen. Nach einem Blick hinter die Kulissen musste ich feststellen, dass die ganze Technik wie Filter, Heizer, Licht usw. alles im Bullauge unsichtbar untergebracht war. Aber das ist wohl alles Geschmacksache. Neu war auch ein großes Schaubecken in Bootform mit Bodenseefischen unter dem man bequem durchgehen konnte. Dort sah man die Fische viel besser als von oben herab. Ja aber halt, was war denn hier zu lesen? „Holt mich hier raus, ich bin ein Star“, stand da an einem Verkaufsbecken mit vielen roten Melonendiskussen. Auch ein Stand vom VDA war vor Ort.
 

   

 


Aber ich hatte ja noch nicht genug gesehen und so ging ich noch weiter in den Messehallen und kam so zur Messe für Tier & Wir. Hier gab es alles für unsere Haustiere, wie Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Vögel, usw. ein Streichelzoo für Kinder mit Schafen und Ziegen, Pferden und – ja was war denn dies? Ein Verein mit Mini-Pferden war hier und stellte seine Pferde vor, die (abgerichtet und ausgebildet wie ein Blindenhund) nur so groß wie ein Schäferhund sind und zum ausführen von Blinden im Freien sind.
 

   

 


Auch eine Katzenausstellung mit Prämierung fand statt. Hier musste ich auch zu meinem Leidwesen erfahren, dass der Mini-Kater meiner Tochter wahrscheinlich sehr, sehr groß wird. Zurück am Treffpunkt in der Messe stellte ich dann fest, dass nicht nur ich etwas gekauft hatte. Eigentlich alle trugen etwas in Taschen, Rucksäcken, Beuteln oder auch nur lose wie z.B. unser Herbert eine riesige Wurzel. Auf demselben Weg fuhren wir dann anschließend wieder nach Hause zurück erschöpft aber auch zufrieden von einem jetzt doch gar nicht sooo schlechten Tag. Na ja, wahrscheinlich werde ich beim nächsten Mal doch auch wieder mit dem Verein mitfahren. Vielleicht treffen wir uns dann auch einmal!
 

 

Euer
Helmut Lay
 

© Copyright 2003 - 2005, über alle Bilder und Texte
 Aquarien- und Terrarienfreunde Augsburg e.V.
Alle Rechte vorbehalten.
 

zurück