zurück

Die Wilhelma einmal anders
Sonntag 21.07.2013

 

Am Sonntag den 21. Juli 2013 trafen wir uns wie immer am Plärrer zur Abfahrt um ca. 08:00 Uhr. Heuer ging es mit dem Bus von der Firma Feil auf große Fahrt zum Stuttgarter Tierpark Wilhelma. Mit von der Partie waren über 50 Vereinsmitglieder, darunter auch unser „Rennfahrer“ Herbert mit seinem Elektro- Ferrari. Kaum hat er das Amt des Vorstands abgegeben kommt er als Letzter zum Treffpunkt. Seine Ausrede; Ingrid habe soviel Zeit gebraucht . . .

 

Wie schon fast jedes Jahr machten wir auf halber Strecke eine Rast verbunden mit einer kleinen Brotzeit, die wie kann es auch anders sein, mal wieder von einigen unserer Vereinskollegen wie Udo Fischer, Gerhard Morgott und Andreas Niering gesponsert wurde. Nach einer halben Stunde ging es wieder weiter auf der Autobahn in Richtung Stuttgart. Die knapp 170km Strecke meisterten wir in gut 2,5 Stunden, sodass wir um ca. 11:00 Uhr am Tierpark ankamen.

 


Noch eine schnelle Zigarette bevor die lange
Busfahrt beginnt . . .
 


Geduckte Haltung wegen der Aerodynamic,
er ist halt ein echter Rennfahrer . . .
 


So eine Brotzeit hat schon was . . .
da gab es Brezeln, Würste und Getränke
für alle.


Kurze Rast auf der Heimreise.
 



 

Nachdem wir die Formalitäten am Eingang mit Erwerb der Eintrittskarten erledigt hatten, trennten wir uns in lockeren Gruppen auf und durchforsteten den Tierpark nach Gutdünken.

 

Meine Frau Elke und ich, wir waren uns schnell einig, dass die Tiere für uns an diesem Tag nur zweitrangig waren denn wir wollten im Besonderen die historische Schlossanlage im maurischen Stil und die Seerosenteiche genießen. So kam es, dass wir uns von den Anderen etwas absonderten und uns in diese Richtung aufmachten. Nachdem unser Herbert mal wieder einen super Deal mit dem Wettergott aushandelte (uns war es etwas zu warm) suchten wir immer wieder schattige Plätzchen auf oder hielten uns im Schatten der Gebäude und Alleen.

 

Der ursprünglich als Privatgarten angelegte Park und den dazugehörigen Gebäuden im Maurischen Stil (schwäbische Alhambra) wurden einst vom Schwabenkönig Wilhelm I. erbaut und genutzt. Heute gehört die Parkanlage zum historischen Erbe des Landes Baden-Württemberg.

 


Das nördliche Pavillon . . .
 


Überall findet man aufwendige Schnitzereien.


Vor dem nördlichen Pavillon.
 


Die Terrassen vor dem Maurischen Landhaus.
 


Das rechte Gewächshaus des Maurischen Landhauses.
 


Der Aufgang zum Maurischen Landhaus.
 

Ein ganz besonderes Highlight war meiner Meinung nach die neu restaurierte Damaszenerhalle. Man kann es kaum glauben, dass dieses Gebäude mit einer so ausschweifenden Vielfalt von Ornamenten an Decke, Mauer und im Boden eigentlich nur zur Fasanen- und Hühnerhaltung diente. Was für eine Verschwendung . . .

 

Impressionen vom Damaszenerhaus.

(Man kann erkennen wie aufwändig die Restauration gemacht wurde.)


 


 


 


 


Ausschnitt aus dem Bild rechts oben. Man kann die Ornamente besser erkennen
und vor allem wie aufwändig die Wände gestaltet sind.

 

Auf dem Weg zu den Wandelgängen im Maurischen Garten stießen wir auf eine Robbenfütterung. Unglaublich was diese Tiere für einen Lärm verbreiten können. Frei nach dem Motto; Je lauter umso eher bekomme ich einen Fisch.

 

Nach dieser kurzweiligen Darbietung gingen wir zügigen Schrittes weiter in den Wandelgang. Sobald man durch den Eingang schaut, betritt man eine völlig andere Welt. Allein diese auf einer Seite offenen Gänge, im Halbrund angeordnet, den Blick immer auf die kleinen Teiche gerichtet, entfalten einen Flair, den man so schnell nirgendwo findet. Arabische Schriftzeichen wurden so in den Wänden integriert, dass man auf den ersten Blick diese gar nicht wahrnimmt. In zentraler Lage liegt dann der große Seerosenteich mit einer Vielzahl an blühenden Seerosen (vorausgesetzt man ist zur richtigen Zeit vor Ort).

 

Hier machten wir erstmal Rast und ließen die fremdartigen Eindrücke auf uns einströmen. Viele Parkbesucher hatten anscheinend die gleiche Idee und nutzten die tolle Szenerie mal ein Buch lesend, mal einfach nur die Seele baumeln lassend. Auffallend war, dass man kaum kleine Kinder oder Jugendliche dort vorfand. Es waren zwar viele Besucher vorhanden, aber es war bei weitem nicht so stressig wie bei dem großen äußeren Rundgang der Tiergehege. Als äußerst positiv empfand ich die vielen Bänke und Sitzmöglichkeiten.

 

Flankiert wird der Wandelgang von einem nördlichen und südlichen Pavillon. Leider waren die nicht offen, bzw. waren für den Publikumsverkehr nicht freigegeben. Dazwischen ging es über mehrere Treppen hinauf zum Maurischen Landhaus, das rechts und links von Gewächshäusern aus Glas flankiert wird. Das Maurische Haus selbst ist ebenfalls zu einem Gewächshaus umgebaut worden und besitzt ein Dach aus Glas.

 


Der Seerosenteich
 

Der Seerosenteich und im Hintergrund der
Maurische Festsaal. Leider blieb nur diese
Fassade von dem ursprünglichen Prachtbau übrig.

 


 

Ein Nebenteich mit Springbrunnen.
 


Blick zum Schlösschen "Belvedere" und den Terrassen.
 

Ein Stück hinter dem Maurischen Landhauses befindet sich das Belvedere und die Subtropenterrassen. Diese Terrassen waren ursprünglich 1835 für Spalierobst und Wein geplant, wurden aber später 1843- 1853 umgebaut und in den Zustand von Heute gebracht. Jede Menge exotischer Vögel sind dort in großen Volieren untergebracht.

 

Leider ist der Pavillon „Belvedere“ (italienisch: schöne Aussicht) der Öffentlichkeit nicht zugängig. Aber man kann um ihn herum gehen und den Blick z. B. von der Treppe aus genießen. Oben am Belvedere angekommen suchten wir dann nach einem Kiosk, weil wir nun doch einen riesigen Durst hatten. Die Hitze zollte Tribut von uns.

 


Im Gewächshaus
 


Die Bananenstauden sind schon riesig . . .
 


Sonderschau Fleischfressende Pflanzen.
 

Wir machten noch einen kleinen Abstecher in den süd-westlichen Teil des Tierparks, mit Bären und Klettertieren, bevor wir den letzten Teil des Parks besichtigten den historischen Gewächshäusern. Über den 1853 errichteten Wintergarten in der Mitte der Gewächshäuser betraten wir die Anlage. Dort fanden wir Kakteen, Bromelien, Orchideen und andere tropische und subtropische Pflanzen. Eine Sonderschau mit Fleischfressenden Pflanzen war ebenfalls dort zu finden.

 

Nach einem sehr schönen Tag mit meiner Frau trafen wir uns um 17:00 Uhr alle am Bus wieder für die gemeinsame Heimfahrt und diesmal waren alle pünktlich.

 

Euer Rainer Kunz

© Copyright 2003 - 2014, über alle Bilder und Texte
Aquarien- und Terrarienfreunde Augsburg e.V.
Alle Rechte vorbehalten.
 

zurück